Archive for the ‘Mit Gott erlebt’ Category

Warten, bis alles passt

2. Januar 2013

Ich habe heute nochmal über die Predigt gestern über die Jahreslosung (Hebräer 13, 14) nachgedacht.  Mich fordert der Text auf, dass ich mein gemütliches Lager verlassen soll, um der Welt da draußen zu begegnen. Das können z.B. Menschen sein, die Jesus nicht kennen. Dabei wurde mir klar, dass ich mich oft schäme, über meinen Glauben zu reden. Wie du siehst, fällt mir das schreiben nicht schwer – da muss ich ja auch keinem in die Augen schauen ;-).

Was mir jedoch auch klar wurde, ist dass ich Angst habe, dass mich jemand nicht ernst nimmt oder mich auslacht oder sich sogar lustig macht über mich wegen meinem Glauben. Oft denke ich, dass ich erst lupenrein dastehen muss, dass keiner mich kritisieren kann. Erst dann kann ich Zeugnis von meinem Glauben geben. Darauf kam mir sofort in den Sinn:

„Wenn du mit deinem Zeugnis wartest, bis du lupenrein bist und niemand mehr Anstoß an dir findet, dann kannst du warten bis du im Himmel bist. Und da braucht es keiner mehr.“

Gott hat mir heute einen konkreten Auftrag gegeben.
Das werde ich auch in die Tat umsetzen.
Auch wenn es unglaublich viel Mut erfordert.

Amen

Was willst du, das ich dir tun soll?

23. September 2012

Da sitze ich eben vor einem Moment und bete. Eigentlich kein besonderer Ort und auch keine besondere Situation und auch keine besondere Gebetshaltung oder lange Gebetszeit. Ich bete einfach für ein paar Menschen, die ich kenne. Zumindest fange ich mit dem Beten an. Auslöser war die Losung von heute: „Siehe, ich, der Herr, bin der Gott allen Fleisches, sollte mir etwas unmöglich sein?“ (Jeremia 32,27).Der Vers begleitet mein Gebet. Ja, ich glaube, Gott ist nichts unmöglich und keine meiner Bitten um Heilung meiner Freunde, Bekannten und Verwandten ist Gott zu viel. Ich kann ihn nicht überfordern. Doch eine Frage begleitet mein Gebet auch: „Wollen diese Menschen auch, dass das eintritt, für das ich bete?“
Um das herauszufinden, gibt es nur eine Möglichkeit: Ich muss sie fragen, was Sie wollen! Das will ich auch tun und in Zukunft nicht selber interpretieren, sondern fragen: „Wenn du etwas möchtest, das Gott tut, was wäre das?“. Und dann will ich aber auch den Mut zusammennehmen, und ihnen sagen, dass ich dafür bete und dies auch tun.

Schließlich hat auch Jesus oft gefragt: „Was willst du, das ich dir tue?“ (z.B. Markus 10, 51)

Satt werden

16. Mai 2010

Heute sitze ich beim Gebet.
Ich hatte gestern einen schlechten Tag. Ich war sehr schlecht gelaunt. Den ganzen Tag habe ich versucht, durch verschiedene Dinge (Arbeiten, Spiel, Rätsel, …) Erfolgserlebnisse zu haben. Heute habe ich mir endlich Zeit zum Gebet genommen und da wurde mir beim Danken und Gott ehren eines klar:  Es gibt nur einen, der meinen Hunger und Durst stillen kann und das ist Gott, mein Vater. Den ganzen Tag gestern wusste ich das. Dennoch habe ich woanders versucht, satt zu werden. Und da fällt mir ein, wie Jesus in der Wüste war und der Teufel ihn aufgefordert hat, aus Steinen Brot zu machen. Jesus hat abgelehnt, weil er in dem Moment wusste, dass etwas anderes dran ist.
So erlebe ich es oft: Ich höre eine schwache aber deutliche Stimme in mir. Gott ruft mich und möchte Zeit mit mir verbringen. Aber ich ziehe das Fast Food vor: Schnelle Erfolgserlebnisse durch gelungene Arbeit, gewonnenes Spiel, Genuss aller Art usw. Was mich aber wirklich satt macht, ist die Gemeinschaft mit Gott. Ich weiß es, tue es aber nicht.
In meinem Gebet heute hatte ich diese Gemeinschaft und spürte das Satt-Sein. Danke Herr.
Eines noch: Für mich bedeutet dieses Erlebnis nicht, dass ich nun allen Genüssen dieser Welt aus dem Weg gehen soll. Vielmehr soll ich mir die Frage stellen, was an der Zeit ist. Gott hat mir den Verstand gegeben, zu erkennen und zu entscheiden, was ich tue. Jesus hat in der Wüste dem Teufel widerstanden. Er hat nicht aus Steinen Brot gemacht. Kurze Zeit später hat er aber Wasser in Wein verwandelt (Johhannes 2, 1-12). Und er hat aus ein paar Fischen und Brot ein riesen Essensbuffet gemacht (Matthäus 14, 14-21). Er wusste eben, was an der Zeit ist.

Im Schnellzug

17. April 2008

Vor dem Jahreswechsel saß ich am Ofen und habe gebetet – seit langer Zeit wieder intensiv: eine Stunde. Im Gebet bekam ich einen Eindruck: Ich bin ein Zug, der mit Windeseile seine Strecke abfährt.
In mir entsteht der Wunsch, dass ich die Haltestellen erkenne, an denen ich anhalten soll.
Außerdem ist mir ein Begriff wichtig geworden: Aufmerksamkeit.

Das will ich dieses Jahr üben; dass ich Aufmerksamkeit für meine Mitmenschen habe. Das passt auch gut zu dem Jahresmotto, das mir Gott letztes Jahr gegeben hat: Menschen sind wichtiger als Dinge.

Zu dem Zeitpunkt, als ich dies hier schreibe, sind bereits wieder 3-4 Monate vergangen und es ist schön, dass es mir gelingt, meinen Zug in Bahnhöfen anzuhalten, die wichtig sind. Gott zeigt mir die Stationen. Zugegeben: Ich halte nicht an jeder an, aber an denen ich anhalte, mache ich viele schöne Erfahrungen.

Danke, HERR!

Dein Fundament

27. Juni 2007

Gestern Abend habe ich nochmal einen Regenbogen gesehen. Es war ein Moment, in dem ich ziemlich entmutigt war. Erst eine Stunde danach fegte durch meine Gedanken, was Gott zu mir sagen wollte.

Ein kleiner Auszug:
Markus. Begreife, dass ich einen ewigen Bund mit dir geschlossen habe. Meine Liebe zu dir ist nicht an Bedingungen geknüpft, auch nicht an die Meinung anderer Menschen über dich.
Baue dein Haus nicht weiter auf Sand. Dein Fundament sind Taten, Werke, Erfolge, menschliche Anerkennung. Tausche dein Fundament aus. Fang an, deinen Tag wieder mit mir zu leben und für mich zu leben. Tue deine Dinge nicht, um Lob und Anerkennung zu bekommen, sondern tue sie einfach für mich.
Und egal, ob sie dir gelingen oder nicht, ich liebe dich – du bist mein Kind!
Eines steht fest: Wenn du meine Liebe zu dir einmal wirklich begriffen hast, dann können dir die Meinungen anderer Menschen nichts mehr anhaben.
Dein echter Vater.

Regenbogen

26. Juni 2007

Heute früh habe ich einen besonderen Regenbogen gesehen: Er hat nicht am Boden angefangen und aufgehört, sondern er war nur ein kleines Stück Regenbogen vor einer Wolke. Das alles, obwohl es bewölkt war und gar nicht geregnet hat.

Schön, dass Gott versprochen hat, nie wieder eine Sintflut kommen zu lassen!