Archive for the ‘Fasten mit Psalmen 2011’ Category

Fasten 2011-15: Das ist die Hölle

9. April 2011

Psalm 22:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“

David betet in einer Situation, in der er empfindet, dass Gott nicht mehr da ist. Er ruft und bekommt keine Antwort.
Und dabei war ihm vermutlich nicht klar, dass er ein Gebet formuliert, das viele Jahrhunderte später Jesus Christus am Kreuz sprechen wird.

Bald ist Ostern. Da denken wir an dieses Geschehen: Jesus Christus, der Mensch gewordene Gott stirbt elend am Kreuz. Er erlebt dort die Gottverlassenheit. Er geht durch die Hölle, weil er dort am Kreuz stellvertretend für uns die Konsequenz der Sünde trägt und stirbt.
Wer das annimmt, indem er an Jesus Christus glaubt, dem wird alle Schuld vergeben!

Ostern ist aber nicht das Ende am Kreuz. Jesus steht am dritten Tag wieder auf. Er kehrt aus der Totenwelt und der Hölle zurück. Nachdem er seinen Auftrag erfüllt hat, lebt er noch 40 Tage bei den Menschen. Hunderte Leute sehen ihn, reden mit ihm, essen mit ihm, berühren ihn. Die Christen glauben an einen lebendigen Gott.

So endet der Psalm 22 auch hoffnungsvoll. Es wird gesprochen von ewigem Leben, dass Armen geholfen wird, dass alle Menschen ihn sehen werden. Ich darf zu jeder Zeit Hoffnung haben – selbst wenn ich Gott jetzt gerade nicht spüre, er ist da.

Fasten 2011-14: Gebet für die Regierung

28. März 2011

Psalm 20:

Der Regierungschef (König) schreibt den Psalm, damit sein Volk ihn beten kann. Der Inhalt: Der HERR erhöre dich, schütze dich, sende dir Hilfe, stärke dich, gebe dir, was dein Herz begehrt, erfülle alles, was du vor hast.

Voller Zuversicht soll das Volk für seinen König beten und darf sich gewiss sein, dass Gott dem Gesalbten hilft.

Gerade ist die Wahl in Baden Württemberg vorbei und wir haben erlebt, wie heute eine Salbung funktioniert: Das Volk wählt seine Regierung, es darf sich seinen „König selbst aussuchen“! Im Unterschied zu den antiken Zeiten aber wird die Regierung ständig auf den Prüfstand gestellt und wehe es klappt was nicht!

Ich will lernen von Davids Volk und meine Regierung als gesetzt annehmen und für sie beten, dass die richtigen Entscheidungen getroffen werden.

Fasten 2011-13: Gott kann man sehen

24. März 2011

Psalm 19:

Naja, zugegeben – direkt sehen kann man Gott nicht. Aber man kann ihn (David sagt „seine Herrlichkeit“) in der Schöpfung erkennen. An dem, was Gott geschaffen hat, sehe ich seine Größe und seine Liebe zum Detail.  Ich brauche nur in den Himmel schauen (ca. 3000 mit bloßem Auge sichtbare Sterne, der nächste Stern außer unserer Sonne ist 29.398.464.000.000 km von der Erde entfernt). Oder ich schaue auf die Erde und bewundere die Tiere und Pflanzen. Wieviele Blätter hat ein Baum? Und die fallen jeden Herbst alle weg und wachsen komplett wieder neu im Frühling.
Gott hat im Überfluss geschaffen.

Er hat auch Gesetze (Befehle, Gebote, Rechte) geschaffen. Und David erkennt sie als Gut, er vergleicht sie mit Gold. Obwohl also die Schöpfung so unermesslich weit, groß und komplex ist, hat der Schöpfer Interesse an uns Menschen! Er gibt uns Orientierung und sagt uns, wie unser Leben gelingen kann.  Hier kann ich auch an Psalm 8 verweisen, wo das nochmals mit anderen Worten steht.

Also, Augen auf! Gott ist dir näher als du denkst!

Fasten 2011-12: Wem Ehre gebührt

20. März 2011

Psalm 18:

David hat es geschafft.
Dieser Psalm wurde offensichtlich geschrieben nachdem er seine Feinde bezwungen hatte. Und anders als man es von Heldengeschichten normalerweise kennt, feiert der König sich hier nicht selbst, sondern er feiert den, der ihm zum Sieg geholfen hatte: Den lebendigen Gott!
Gott gehört die Ehre, denn David hat erkannt, dass er nicht aus eigener Kraft gesiegt hat, sondern ausschließlich durch Gottes Beistand und aktive Hilfe.

Auch wenn ich mich nicht im Krieg befinde (und übrigens auch nicht an Krieg interessiert bin) kann ich etwas daraus lernen: Nicht auf meine Kraft kommt es an, sondern dass ich Gott wirken lasse. Er tritt für mich in den Riss. Mit ihm kann ich meine Aufgaben bewältigen.

Fasten 2011-11: Faszinierend

19. März 2011

Psalm 17:

Ich weiß nicht, ob David zu dieser Zeit bereits König war, als er den Psalm geschrieben hat. Da er aber schon sehr früh dazu gesalbt wurde, aber noch lange warten musste, bis er wirklich als König regieren durfte, denke ich, dass er sich mit seinem Königsamt schon sehr früh auseinandergesetzt hat. Und in dem Kontext sind seine Psalmen wirklich etwas besonderes. Bei Psalm 17 fasziniert mich folgendes:

  • Er will nicht anderen Menschen gefallen, sondern seinem Gott (Verse 2, 3)
  • Macht und Erfolg stehen nicht im Vordergrund, sondern dass er auf dem richtigen Wege geht. Das heißt für mich auch, richtige Entscheidungen treffen, dem Volk Gottes gut tun (Verse 4-7).
  • Als König hat er einen Blick dafür, wer seine Feinde sind. Dieser Blick bleibt klar – er grenzt sich klar ab und geht keine faulen Kompromisse ein (Verse 8-15).
  • Er sucht nicht eigenmächtig und angsgetrieben, seine Macht zu behaupten, sondern überlässt Gott das Urteil und die Hilfe (Vers 13).
  • Er hat erkannt, dass er zum satt werden nicht nur Genuss braucht, sondern dass ihn in Wirklichkeit nur eine gesunde Gottesbeziehung satt machen kann (Verse 14-15).

Fasten 2011-10: Ich will das auch…

18. März 2011

Psalm 16:

In dem Maß wie David in dem Psalm seine Gottestreue und seinen konsequenten Glauben beschreibt, lebe ich meine Beziehung zu Gott nicht. Kann man es wirklich schaffen, so kompromisslos zu leben? Der Psalm wird auch das güldene Kleinod (Schmuckstück, Orden, Ehrenzeichen) genannt. Will sich David hier schmücken mit dem konsequenten Lebensstil? Was ich so von David weiß, darf er sich in der Tat schmücken, denn anders wie viele andere Könige in Israel hat er wirklich von ganzem Herzen nach Gottes Willen gefragt.

Für mich zeigt es, dass es geht, so zu leben. Auch wenn ich dies nicht von meinem Leben sagen kann, darf mich das nicht in Stress versetzen. Vielmehr will ich den Psalm Davids nehmen und sprechen: „Ich will das auch…“.

Fasten 2011-09: Wen Gott annimmt.

17. März 2011

Psalm 15:

Wer kann zu Gott kommen (weilen in seinem Zelt), wenn er es aus eigener Kraft schaffen will?
Das schreibt David in diesem Psalm.
Gott ist heilig. Und wer zu ihm kommen will, muss heilig leben. Das sagt David, unter Verwendung einiger Beispiele, wohl wissend um seine eigene Begrenztheit. Diese Beispiele zeigen, was in Gottes Augen gut ist: Nicht verleumden, seinem Nächsten nichts Arges tun, sein Geld nicht auf Zinsen geben…

Die Bibel gibt in diesem Psalm Orientierung für ein gutes Miteinander.

Fasten 2011-08: Atheisten gleich Toren

16. März 2011

Psalm 14:

Eine steile Aussage: „Die Toren sprechen in ihrem Herzen: ‚es ist kein Gott'“.

Von Gott wird gesagt, er schaue auf die Menschen, um zu sehen, ob da jemand ist, der nach Gott fragt.
In der Tat, das ist, was Gott will (das glaube ich fest): Er will eine Beziehung zu mir. Er sucht mich! Ich lasse mich gerne finden und möchte eine enge Beziehung zu ihm haben, denn er ist der einzige Gott, von dem alles kommt.

Wer einfach sagt, da sei kein Gott, trifft eine Festlegung. Auch er hat einen Glauben, nämlich er glaubt, dass eben keinen Gott gibt. Und das, sagt David, ist töricht.

Fasten 2011-07: Wie lange noch?

15. März 2011

Psalm 13:

Ein klassischer Psalm von David: Erst ruft David seine Verzweiflung heraus. Wie lange muss ich denn auf deine Hilfe noch warten, Herr? Wie lange darf sich mein Feind denn noch rühmen, dass er mäctig ist und ich wanke?
Hier wartet einer auf Gottes Wirken und schließt aber nicht mit einem Urteil über Gott oder einem Ausdruck der Hoffnungslosigkeit. David fasst einen Entschluss: „Ich aber (ver-)traue darauf…“. Er kennt seinen Gott. Er weiß, dass Gott gerne hilft und auch ihm helfen wird, auch wenn das gerade nicht sichtbar ist.
Genau das ist der Glaube!

Fasten 2001-06: Mächtige Worte

14. März 2011

Psalm 12:

Was Worte alles anrichten können…
Hier ist die Rede von Leuten, die glauben, was zu sagen zu haben und überzeugt sind, dass sie durch ihre Worte viel Macht haben. Tatsächlich haben Worte ja auch Macht. So manches Mobbing geschieht ausschließlich durch Worte.
David stellt hier die Worte voller Lug, Trug, Heuchelei und Zwiespalt dem Wort aus dem Mund Gottes gegenüber: Gottes Wort ist lauter wie ein Edelmetall (siebenmal geläutert).

Wer also Worte sucht, die hilfreich sind, der suche in Gottes Wort und höre ihm zu.