Archive for März 2016

Indien IIId

31. März 2016

Nun geht meine Reise schon zu Ende. Gleich mal online einchecken, morgen nochmal im Büro von allen verabschieden und dann ab zum Flughafen.

Cricket

Der Sport der Inder: Cricket! Gerade finden die ICC World T20 statt. In Indien. Gerade läuft das Halbfinale Indien gegen West Indies. Danach geht es gegen England. Ich hab das Spiel noch nicht ganz verstanden, werde aber auf jeden Fall dem indischen Team die Daumen drücken!

Kokosnuss

Ist schon ein paar Tage her: Ich habe mir selbst eine Kokosnuss an der Straße gekauft und getrunken. Genau: Die Kokosnüsse trinkt man hier. Das Wasser da drin ist erfrischend und angeblich sehr gesund. Und es ist ja auch gut verpackt. Vor allem die orangenen Kokosnüsse haben gar kein Fruchtfleisch – sind also nur zum Trinken gut.

Kokosnuss in Indien

Kokosnuss in Indien

Markus trinkt Kokosnuss

Markus trinkt Kokosnuss

Indien IIIc

26. März 2016

Ooty

Gestern war ein sehr erlebnisreicher Tag. Sentil (Shobanas Mann) hat mich zusammen mit Anand und Arun nach Ooty begleitet. Ooty is ein beliebter Ausflugs- und Urlaubsort eigentlich nicht weit weg von Coimbatore (ca. 80km) aber dennoch lang zum fahren, denn die Straßen sind schmal und die halbe Strecke besteht aus Serpentinen. Da gibt es schon mal den einen oder anderen „Liegenbleiber“ am Straßenrand, der sich das ganze nochmal durch den Kopf gehen lässt.

Blick runter Richtung Coimbatore morgens bei Sonnenaufgang.

Blick runter Richtung Coimbatore morgens bei Sonnenaufgang.

Blick runter Richtung Coimbatore morgens bei Sonnenaufgang.

Blick runter Richtung Coimbatore morgens bei Sonnenaufgang.

Affen sind zahlreich in freier Wildbahn zu finden.

Affen sind zahlreich in freier Wildbahn zu finden.

Tee trinken auf indisch

Erst waren wir in einem „Hotel“ – so nennt man in Indien ein Restaurant – und haben Tee getrunken. Der Tee wird zusammen mit Milch gekocht und schmeckt sehr gut. Also das ist natürlich Geschmackssache aber ich bin kein ausgesprochener Teetrinker aber mir schmeckt er.

Teefabrik

Als nächstes haben wir eine Teefabrik angeschaut. Der Tee wird hier in fast jedem Winkel angebaut. Zum Probieren gab es natürlich auch was und gekauft habe ich natürlich auch was. Lasst euch zuhause überraschen.

In der Teefabrik. Hier ruht der Tee erst mal und trocknet schon mal vor.

In der Teefabrik. Hier ruht der Tee erst mal und trocknet schon mal vor.

In der Teefabrik. So entsteht der Tee.

In der Teefabrik. So entsteht der Tee.

Blick von der Teefabrik auf Ooty runter.

Blick von der Teefabrik auf Ooty runter.

Hang voll mit lauter Pflanzen aus deren Blätter Tee gemacht wird.

Hang voll mit lauter Pflanzen aus deren Blätter Tee gemacht wird.

Frühstücken auf indisch

Zum Frühstück, das wir dann in Ooty eingenommen haben, gab es natürlich „Dosa“. Ich hatte die Variante mit Kartoffeln gefüllt. Dazu natürlich verschiedene Soßen. Und gegessen wird natürlich mit den Händen.

Essen mit der fünffingerigen Gabel.

Essen mit der fünffingerigen Gabel.

Süßigkeiten

Hier gibt es auch ganz  spezielle Süßigkeiten. Die kauft man am besten ganz frisch.

Süßigkeiten. Ich mag die!

Süßigkeiten. Ich mag die!

Süßigkeiten. Die sind lecker und extrem süß.

Süßigkeiten. Die sind lecker und extrem süß.

Botanischer Garten

Bei den Stuttgartern klingelt es hier wahrscheinlich. Dieser botanische Garten in Ooty ist deutlich größer und hat vor allem außen viele besondere Bäume zu bieten. Am meisten haben mich die riesigen Eukalyptusbäume beeindruckt.

Ein sehr interessanter Baum (links im Bild). Weiß aber nicht mehr wie der heißt.

Ein sehr interessanter Baum (links im Bild). Weiß aber nicht mehr wie der heißt.

Die Blumen blühen erst so richtig wenn die Regenzeit (Ab Mai/Juni) beginnt.

Die Blumen blühen erst so richtig wenn die Regenzeit (Ab Mai/Juni) beginnt.

Beet in Form des Landes Indien mit Suckulenten.

Beet in Form des Landes Indien mit Suckulenten.

Eukalyptusbaum. Riesig!

Eukalyptusbaum. Riesig!

Bootsfahrt auf dem Ooty Lake

Heute, am Karfreitag, der auch in Indien „Bank Holiday“ also Feiertag ist, war viel los. Die Inder haben somit auch ein langes Wochenende und viele gehen für die paar Tage weg. Am Ooty Lake kann man Tretboot, Ruderboot oder Motorboot fahren. Wir haben uns für das Motorboot entschieden.

Unser Bootlsfahrer

Unser Bootlsfahrer

Unser Reiseführer Sentil (Shobanas Mann)

Unser Reiseführer Sentil (Shobanas Mann)

Snacks etc.

Am See habe ich frischen Saft aus Zuckerrohr und Mais gegessen. Dass aus dem Rohrzucker Flüssigkeit entsteht beim Mixen konnte ich mir gar nicht vorstellen. Habe ich alles übrigens ohne Probleme vertragen – genau so wie das Wasser, das es in der Hotels gab.

Rohrzucker (sugar cane)

Rohrzucker (sugar cane)

Rohrzuckersaft und Mais

Rohrzuckersaft und Mais

Monkeys

Affen laufen hier in der freien Wildbahn herum und sind vor allem gerne an Stellen, wo auch Menschen sind. Dort gibt es natürlich gelegentlich was zum abgreifen. Einer hat sich wohl irgendwoher eine Flasche Pepsi geschnappt und es auf recht unkonventionelle Weise verzehrt: Loch reinbeißen und vom Strahl, der da rauskommt trinken. Sein Blick war allerdings nicht sehr begeistert.

Mutter mit Kind

Mutter mit Kind

Affe mag Pepsi

Affe mag Pepsi

Städte und Dörfer an den Berghängen

Die Häuser an den Hängen erinnern mich auch ein wenig an Italien. Eine sehr schöne Gegend hier. Auch die Aussicht hoch oben – klasse. Sentil hat mir versichert, dass alles hier total grün ist, wenn es erst mal regnet.

Bergort

Bergort

Bergort

Bergort

Viele Kühe leben hier mit den Menschen.

Viele Kühe leben hier mit den Menschen.

Viele Hunde leben hier mit den Menschen.

Viele Hunde leben hier mit den Menschen.

Gute Aussicht hoch oben auf dem Berg.

Gute Aussicht hoch oben auf dem Berg.

Nochmal ein See.

Nochmal ein See.

Karfreitagsprozession. Hier gibt es sehr viele Kirchen!

Karfreitagsprozession. Hier gibt es sehr viele Kirchen!

Offizielle Safari

Auf der offiziellen, von der Regierung organisierten Safari wollten wir Tiger und Elefanten in der freien Wildbahn sehen. Gesehen haben wir Affen, Hirsche, Vögel und Termitenhügel.

Im offiziellen Bus der Safari

Im offiziellen Bus der Safari

3/4 der Reisegruppe

3/4 der Reisegruppe

Termitenhügel

Termitenhügel

Andere Affen

Andere Affen

Inoffizielle Safari

Wer wirklich was sehen will, der muss eine inoffizielle Safari machen und dazu noch die richtigen Fahrer buchen, die auch wissen, wo und wann man gute Chancen hat, Tiere zu sehen, denn wenn ständig Autos durch die Wälder fahren, dann ist klar, dass die Tiere sich verstecken. Tatsächlich haben dann noch Elefanten gesehen.

Vor dem Start. Unser kleiner Mahindra hat gute Arbeit geleistet.

Vor dem Start. Unser kleiner Mahindra hat gute Arbeit geleistet.

Mittendrin haben wir das Dach "weggefaltet" und sind im Stehen weitergefahren

Mittendrin haben wir das Dach „weggefaltet“ und sind im Stehen weitergefahren

Endlich Elefanten! Das war ein Erlebnis.

Endlich Elefanten! Das war ein Erlebnis.

Am Ende unserer Fahrt

Am Ende unserer Fahrt

Indien IIIb

24. März 2016

Coimbatore

Ein bisschen was über die Kleinstadt Coimbatore: Es leben ca. 1 Mio Menschen in dieser Stadt. In Deutschland wäre das keine Kleinstadt sondern eine Großstadt. Ich fahre jeden Tag vom Zentrum vom Hotel bis in den Außenbezirk zu Bosch. Dafür sind wir zwischen 35Min bis 50Min unterwegs, je nachdem, wie viele Stellen es gibt an denen sich gerade einfach zu viele Fahrzeuge tummeln. Mit einem Auto ist man schon ein bisschen gehandicapt. Ein Bike oder auch Twowheeler genannt ist da schon praktischer, weil man einfach durch jede Lücke durch kann. Zum Glück fahr ich mit dem Taxi. Mehr zu Coimbatore gibt es auf Wikipedia.

Ooty

Morgen gibt es einen Ausflug nach Ooty. Für etwa 80km brauchen wir etwa 3-4h Anfahrt wegen angeblich sehr schwierigen Straßen. Da heißt es früh aufstehen, damit wir was vom Tag haben. Bin schon gespannt und werde natürlich berichten.

Kirchenbesuch

Ich hab ja versprochen noch was zu meinem Kirchenbesuch zu schreiben. Ich war sehr an unsere evangelischen Gottesdienste erinnert mit einem deutlichen katholischen Touch. Für ich war es interessant, mal wirklich komplett als Gast dabei zu sein. Die Liturgie wurde durch ein kleines Buch unterstützt, damit man nicht alles auswendig aufsagen muss, das war aber alles so schnell, dass ich gar nicht mit lesen nachgekommen bin. Die Predigt war toll. Die hat den Esel vom Palmsonntag aufgenommen. Gott hat ihn gebraucht: „The Lord is in need of him“. Der Pastor hat das auf uns Menschen bezogen: „Gott braucht auch dich. Er will was mit dir anfangen. Dafür hat er dir Gaben gegeben und es ist deine Verantwortung, diese zu erkennen und dich zu trauen, sie für Gott einzusetzen.“

Hat mich sehr angesprochen.

So bevor ich ins Bett gehe, hier noch ein Bildchen auf dem ihr seht, wo ich jeden Morgen und Abend unterwegs bin.

Route zur Arbeit

Route zur Arbeit

Indien IIIa

20. März 2016

So ich denke jetzt wird es Zeit, ein paar Lebenszeichen zu senden. Seit knapp einer Woche bin ich wieder in Indien. Über die Arbeit schreibe ich nicht viel – ist ja alle streng vertraulich. Aber dafür mehr über die anderen Dinge, die ich hier so erlebe.
Der Bericht ist natürlich keiner von einem ausgesprochenen Indienkenner, also bitte verzeiht mir die eine oder andere Unrichtigkeit und wenn euch was auffällt dürft ihr euch natürlich gerne melden.

Der Titel dieses Blogeintrags bedeutet übrigens III für den 3. Besuch und a für den ersten Eintrag.

Anreise

Diesmal habe ich eine andere Route und Fluggesellschaft gewählt. Es war möglich, direkt von Frankfurt nach Indien zu fliegen statt über Dubai. Damit musste ich einmal weniger „umsteigen“. Allerdings gibt es so gut wie keine Verbindung, bei der man nicht in Indien auf einem Flughafen eine halbe Nacht „rumhängen“ muss.
Also habe ich in Chennai „übernachtet“ – auf meinen Koffern liegend oder irgendwie schief in einem Sitz hängend. Das nächste Bild wurde noch über Deutschland gemacht. Ich durfte diesmal am Fenster sitzen. Finde ich klasse. Das Bild ist – wie alle meine Bilder – nicht gerade professionell, aber dafür finde ich hier so toll, wie man die Dunstschicht in der Atmosphäre sieht.

Flug über Deutschland - keine Ahnung wo.

Flug über Deutschland – keine Ahnung wo.

Kirchenbesuch

Heute ist Palmsonntag. Deshalb habe ich auch ein bisschen Zeit, um diesen Blog zu schreiben. Sonst sind wir hier ziemlich mit Arbeit zugedeckt. Ich habe mir fest vorgenommen, in die Kirche zu gehen. Da habe ich auch schon was passendes entdeckt: Die CSI All Souls Gemeinde. Die ist Englischsprachig. Die Leute haben mich bei einem Besuch außerhalb der Veranstaltungszeiten sehr nett aufgenommen. Mir war nicht bewusst, dass das schon so früh anfängt. Heute um 8:00 Uhr war die Palmprozession – mit echten Palmzweigen! Konnte ich vom Hotel aus sehen. Hier ein paar Bilder:

Die Anglikanische Kirche. Das ist meine Gemeinde vor Ort. Direkt gegenüber vom Hotel.

Sieht doch nett aus, diese Kirche.

Sieht doch nett aus, diese Kirche.

Palmsonntag mit echten Palmblättern. Tolle Deko. Das Bild habe ich natürlich extra verwackelt um die Personen unkenntlich zu machen. :-D

Palmsonntag mit echten Palmblättern. Tolle Deko. Das Bild habe ich natürlich extra verwackelt um die Personen unkenntlich zu machen. 😀

Palmsonntag mit echten Palmblättern. Tolle Deko.

Palmsonntag mit echten Palmblättern. Tolle Deko.

Heute Abend gehe ich definitiv hin. Erst ist um 6pm Gottesdienst, dann um 7pm Passionskonzert vom Chor. Ich berichte dann wie es war.

Race Course

Diesmal habe ich auch glücklicherweise Zeit für Spaziergänge gehabt. Einmal rund um den Race Course spaziert. Ich habe auch Abstecher in den Innenbereich gemacht, wo kleine Wohngebiete sind. War schon echt spannend, muss ich sagen. Wenn man den ganzen Tag nur mit dem Taxi unterwegs ist, dann ist so ein Spaziergang durch Coimbatore 2 Stunden lang schon ein kleines Abenteuer. Hier die Bilder:

Schiefer Turm von Pisa. Rund um den Race Course gibt es viele Nachbildungen von berühmten Gebäuden.

Schiefer Turm von Pisa. Rund um den Race Course gibt es viele Nachbildungen von berühmten Gebäuden.

Eiffelturm. Rund um den Race Course gibt es viele Nachbildungen von berühmten Gebäuden.

Eiffelturm. Rund um den Race Course gibt es viele Nachbildungen von berühmten Gebäuden.

Rund um den Race Course gibt es viele Nachbildungen von berühmten Gebäuden.

Rund um den Race Course gibt es viele Nachbildungen von berühmten Gebäuden.

Was bei uns erst importiert werden muss wächst hier in fast greifbarer Nähe fast überall. Zum Beispiel sind dies Bananen und Kokosnüsse. In einem älteren Beitrag habe ich schon solche Kokosnüsse gezeigt. Die sehen ganz anders aus als die, die es bei uns zu kaufen gibt. Eventuell ist das eine andere Art oder sie sind einfach noch jüngeren Alters.

Bananenstaude. Siehst du die Bananen?

Bananenstaude. Siehst du die Bananen?

Kokospalme. Siehst du die Kokosnüsse?

Kokospalme. Siehst du die Kokosnüsse?

Hunden soll man eher aus dem Weg gehen wegen der Tollwut. Ich habe allerdings auch noch keine wirklich krank aussehenden Hunde gesehen. Und friedlich sind die alle. Sie erinnern mich sehr an unsere zweite Heimat – dem Gargano. Das Wetter erinnert mich übrigens auch an Urlaub: Heute 38°C. Fühlt sich aber nicht so heiß an muss ich sagen.

Straßenhunde - wie in unserer zweiten Heimat, dem Gargano.

Straßenhunde – wie in unserer zweiten Heimat, dem Gargano.

Das Hotel ist genial. Da ist für fast alles gesorgt.

Fast 180° Blick aus meinem Hotel

Fast 180° Blick aus meinem Hotel

Das Hotel: Taj by Vivanta. Echt klasse!

Das Hotel: Taj by Vivanta. Echt klasse!

Die Busse sind seitlich offen. Viele springen auch während der Fahrt auf und ab. Es wird im Bus der Fahrpreis bar beglichen.

Die Busse sind seitlich offen. Auch die Türe ist immer offen.

Die Busse sind seitlich offen. Auch die Türe ist immer offen.

Wer es schnuckeliger haben will, nimmt ein Auto. Nicht zu verwechseln mit dem Car. Das ist das mit vier Rädern.

Auto. Oder auch Tuktuk. Aber authentischer ist der Begriff Auto.

Auto. Oder auch Tuktuk. Aber authentischer ist der Begriff Auto.

Hier noch eine klasse Konstruktion eines Baugerüsts. Ohne Böden klettern die Bauleute auf diesen Stangen rum. Heute nicht, weil Sonntag ist.

So sehen Gerüste in Indien aus. Nur Stangen - keine Bodenbretter.

So sehen Gerüste in Indien aus. Nur Stangen – keine Bodenbretter.

Immerhin 13 Stockwerke, wenn ich richtig gezählt habe…

Da noch ein Blick vom Bosch Gelände raus in die Außenwelt.

Blick vom Bosch Gelände in die Landschaft.

Blick vom Bosch Gelände in die Landschaft.

Und noch ein Bild von einem von unzähligen kleinen Läden. Also hier ist das Ladensterben zum Glück noch nicht angekommen. Bisher haben die großen Malls noch keine Chance, die kleinen zu verdrängen. Gut so!

Subway gibt es auch hier unter den unzähligen kleinen Läden am Straßenrand.

Subway gibt es auch hier unter den unzähligen kleinen Läden am Straßenrand.

So jetzt muss ich aber schnell los, damit ich noch einen Platz in der Kirche bekomme! Bis dann!